Friedensbildung im Unterricht: Einblicke in Neve Shalom/Wahat al-Salam
Im Religions- und Ethikunterricht beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler im Laufe des Schuljahres mit der politischen und gesellschaftlichen Situation im Nahen Osten. Die anhaltenden Konflikte zwischen Israel und den Palästinensern sowie das Leid der Zivilbevölkerung auf beiden Seiten verdeutlichen, wie wichtig Initiativen sind, die Wege zu einem friedlichen Zusammenleben aufzeigen. Ein solches Beispiel ist das Dorf Neve Shalom/Wahat al-Salam („Oase des Friedens“) in Israel.
Als Referentin konnten wir in Zusammenarbeit mit Frau Barbara Häußler, Vorsitzende von pax christi Würzburg, Frau Dr. Ulla Philipps-Heck gewinnen, Vorsitzende des Vereins „Freunde von Neve Shalom/Wahat al-Salam e. V.“ In ihrem Vortrag betonte sie, dass seit über 50 Jahren jüdische und palästinensische Israelis gleichberechtigt an diesem Ort zusammenleben. Gemeinsame Entscheidungsprozesse, ein bikultureller Alltag und der kontinuierliche Dialog stehen im Mittelpunkt des Zusammenlebens – trotz politischer Spannungen und gesellschaftlicher Herausforderungen. Die Bedeutung dieses Ortes reicht über den Nahen Osten hinaus.

Eine zentrale Rolle spielt dabei die School for Peace, die zum Dorf gehört. In ihrer Bildungsarbeit lernen Kinder, Jugendliche und Erwachsene, unterschiedliche Perspektiven zu verstehen, Vorurteile zu reflektieren und Konflikte gewaltfrei zu bearbeiten – Kompetenzen, die auch für unser Zusammenleben in Schule und Gesellschaft von großer Bedeutung sind.
Frau Philipps-Heck, als ausgewiesene Expertin für die Arbeit der School for Peace, gab den Schülerinnen und Schülern einen anschaulichen Einblick in die Entstehung und die aktuelle Arbeit des Projekts. Anhand konkreter Beispiele machte sie deutlich, wie Friedensbildung auch unter schwierigen politischen Bedingungen wichtige Impulse für Verständigung und gesellschaftlichen Zusammenhalt geben kann. Die Veranstaltung setzte wichtige Denkanstöße für Dialog und Verständnis, gab den Schülerinnen und Schülern wertvolle Impulse für ein respektvolles und friedliches Miteinander und trug zur Förderung von Friedensbildung bei.
____________
Ansprechpartner:
Dr. Christian Back
Stettiner Str. 1
97072 Würzburg
Tel. 0931 7908 100

