ERASMUS: Musikalische Bildung im Kindergarten auf Kreate
Im Rahmen eines Erasmus-Projekts erhielten wir die Möglichkeit, die musikalische Bildungsarbeit in einem an den Prinzipien der Montessori-Pädagogik orientierten Kindergarten auf Kreta kennen zu lernen.
„Mikro Ergastiri“, das „Kleine Laboratorium“, ist eine frühpädagogische Einrichtung in Heraklion mit Kinderkrippe und Kindergarten, die auf einem großzügigen Gelände mit modernen, ästhetisch gestalteten Innen- und Außenräumen sowie sieben Gruppen mit 120 Kindern und rund 20 Fachkräften organisiert ist.
Die pädagogische Arbeit basiert auf einem ganzheitlichen, kindzentrierten Ansatz, bei dem Spiel als zentrale Lernform gilt und die Förderung von Kreativität, Selbstständigkeit sowie sozial-emotionalen Kompetenzen im Mittelpunkt steht. Methodisch werden insbesondere fächerübergreifendes Arbeiten, projektbasiertes Lernen, freies Spiel, Naturpädagogik und Theaterspiel eingesetzt, um Lernen erfahrungsorientiert und flexibel an die Interessen der Kinder anzupassen.
Strukturell zeichnet sich die Einrichtung durch ein multiprofessionelles Team, enge Kooperationen mit externen Fachkräften sowie eine intensive Einbindung von Eltern und Gemeinschaft aus. Organisatorisch ergänzen Angebote wie eine strukturierte Eingewöhnung, regelmäßige Ausflüge, Outdoor-Lernen, kulturelle Projekte und kontinuierliche Familienkommunikation das pädagogische Konzept.
Die musikalische Förderung im „Kleinen Laboratorium“ ist fest im pädagogischen Alltag verankert und wird als zentraler Bestandteil ganzheitlicher Bildung verstanden. Musik begegnet den Kindern täglich in vielfältigen Formen wie Singen, rhythmischen Spielen, Bewegung zur Musik sowie dem Einsatz von Instrumenten und wird sowohl in angeleiteten Angeboten als auch im freien Spiel integriert.
Wir selbst konnten als Musiklehrkräfte den Unterricht des erfahrenen Musikpädagogen Teo Pitz begleiten und in insgesamt sechs verschiedenen Gruppen hospitieren. So erhielten wir einen vielseitigen Einblick in die musikalische Arbeit mit unterschiedlichen Altersstufen. Der Unterricht war abwechslungsreich gestaltet und reichte von Gitarrenspiel und Gesang bis hin zu Bodypercussion und Bewegungseinheiten. Besonders beeindruckend war, wie selbstverständlich Musik, Sprache und Bewegung miteinander verknüpft wurden. Die Kinder entwickelten dabei nicht nur musikalische Fähigkeiten, sondern stärkten zugleich ihre Kreativität, ihr Ausdrucksvermögen, ihre sozialen Kompetenzen sowie ihre Konzentration und Körperwahrnehmung.





