Besuch aus Indien an der Klara-Oppenheimer-Schule
Weit gereister Besuch war heute an unserer Schule: Schwester Jema, Leiterin des Mädcheninternats „Girls Hostel“ in Pathardi/Indien. Dort wird Töchtern indischer Wanderarbeiterinnen und Wanderarbeiter die Möglichkeit zu einer qualifizierten Schul- und Berufsausbildung gegeben.
Begleitet wurde Schwester Jema von Frau Hofmann und Frau Kellner von der Gemeinschaft der Missionshelferinnen in Bad Kissingen, bei denen sie für einige Wochen zu Besuch ist. Aber weshalb besuchte Schwester Jema gerade die Klara-Oppenheimer-Schule?
Seit über 25 Jahren sind wir eng mit dem Girls Hostel Pathardi verbunden. Bei Projekten wie Kuchenbackaktionen oder der Verteilung der Schülerzeitung sammelt unsere Schulfamilie regelmäßig Spendengelder für die Mädchen in Indien. Nun war es Schwester Jema ein Bedürfnis, einmal aus erster Hand zu berichten, wofür die Gelder so dringend benötigt werden. Ein besonderes Anliegen war ihr dabei, mit unseren Schülerinnen und Schülern ins Gespräch zu kommen. Glücklicherweise traf ihr Besuch auf den Schultag unserer Schülerzeitungsredaktion (Klasse 10MP1), die jedes Jahr einen großen Beitrag zu Spendensammlung leistet..
Schwester Jema informierte, dass es bis vor einigen Jahren in der Gegend kein Bewusstsein dafür gab, dass Mädchen sich für ein selbstbestimmtes Leben bilden sollten. Und auch heute können viele arme Familien den Schulbesuch ihrer Töchter nicht leisten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Girls Hostel gehen durch die Dörfer der Umgebung und bieten an, Mädchen kostenfrei ins Internat aufzunehmen, zu verpflegen und zu betreuen, während deren Eltern in weit entfernten Zuckerrohrplantagen arbeiten. Außerdem wachsen viele Waisenkinder im Internat auf. Insgesamt werden über 70 Schülerinnen im Girls Hostel betreut.
Diese wichtige Arbeit hat auch viel mit uns zu tun: Vor etwa 100 Jahren hat Klara Oppenheimer sich in Würzburg für das Recht auf Berufsbildung junger Mädchen eingesetzt. Das ist der Grund, warum wir sie als Namensgeberin unserer Schule gewählt haben. Und bestimmt ist es in ihrem Sinne, dass wir durch unsere Spenden das heute noch dringend nötige Engagement der Missionsschwestern in Indien unterstützen.
Wir danken für den Besuch von Schwester Jema sowie der Missionsschwester Christine Kellner und Generalleiterin Renate Hofmann aus Bad Kissingen für den Besuch und die sehr interessanten Informationen.





