Große Bühne für unser Projekt gegen das Vergessen

Ende April and in der Würz­burger Resi­denz ein Empfang statt, der die Arbeit baye­ri­scher Schü­le­rinnen und Schüler in den Mittel­punkt rückte. Die Baye­ri­sche Staats­re­gie­rung würdigte dort heraus­ra­gendes ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment. In diesem fest­li­chen Rahmen erhielten wir als Vertreter der Klara-Oppen­heimer-Schule eine offi­zi­elle Urkunde für unser Enga­ge­ment rund um die Klara-Oppenheimer-Route.

Über­reicht wurde die Auszeich­nung von Kultus­mi­nis­terin Anna Stolz und der Ehren­amts­be­auf­tragten der Staats­re­gie­rung, Gabi Schmidt. Frau Schmidt fand in ihrer Rede die passenden Worte für den feier­li­chen Rahmen. Sie betonte, dass ein so pracht­voller Ort wie die Resi­denz bewusst gewählt wurde, um den „Helden des Alltags“ eine Bühne zu geben. Damit wolle die Staats­re­gie­rung sicher­stellen, dass das ehren­amt­liche Enga­ge­ment von Schü­lern nicht unge­sehen bleibt, sondern die öffent­liche Wert­schät­zung erfährt, die es verdient.

Ein Projekt gegen das Vergessen: Die Klara-Oppenheimer-Route

Der Kern unserer Auszeich­nung ist die Klara-Oppen­heimer-Route. Dieses Projekt ist weit mehr als eine histo­ri­sche Aufar­bei­tung; es ist ein inter­ak­tiver Weg, der die Lebens­sta­tionen der jüdi­schen Kinder­ärztin und Frau­en­recht­lerin Klara Oppen­heimer nach­zeichnet. Klara Oppen­heimer steht dabei stell­ver­tre­tend für die Schick­sale vieler Menschen während der NS-Zeit.

Dass wir diese Aner­ken­nung erhalten haben, liegt vor allem an der Art und Weise, wie hierbei Geschichte vermit­telt wird. Anstatt Wissen nur passiv zu konsu­mieren, haben wir es aktiv in den öffent­li­chen Raum getragen. Wir haben bewiesen, dass wir als Berufs­schul­fa­milie in der Lage sind, komplexe Themen wie Viel­falt und Erin­ne­rungs­kultur anschau­lich aufbe­reiten zu können. Durch unsere Zusam­men­ar­beit ist ein Projekt entstanden, das ein deut­li­ches Zeichen gegen das Vergessen setzt und zeigt, wie viel Kraft in unserer Schul­ge­mein­schaft steckt.

Enga­ge­ment statt „stumpfer Unterricht“ 

Für mich war dieser Tag ein ganz beson­derer Abschluss einer langen Reise. Ich darf dieses Projekt bereits seit dem Treffen mit dem Würz­burger Frie­dens­ko­mitee im letzten Jahr begleiten. Für mich als Schü­ler­zei­tungs­re­por­terin war es seitdem beein­dru­ckend zu sehen, wie tief­grei­fend dieses sensible Thema aufge­ar­beitet wurde und was unsere Schule – fernab von stumpfem Fron­tal­un­ter­richt – gemeinsam erreicht hat.

Es war eine groß­ar­tige Erfah­rung, die Entwick­lung der Route und das Herz­blut aller Betei­ligten aus nächster Nähe doku­men­tieren zu dürfen. Die Auszeich­nung in der Resi­denz ist ein Erfolg für unsere gesamte Schul­ge­mein­schaft und der beste Beweis dafür, dass es sich lohnt, über die Lehr­bü­cher hinaus Verant­wor­tung zu übernehmen.


Autorin                                   Ansprech­part­nerin
Alina Fran­ken­berger              B. Seiler, OStRin
Stet­tiner Str. 1
97072 Würzburg
Tel. 09317908 100