Gemeinsam gegen Cybermobbing

Wir setzen ein Zeichen gegen Gewalt im Netz

Cyber­mob­bing macht weder vor dem Klas­sen­zimmer noch vor dem Arbeits­platz haltWie drin­gend Aufklä­rung und Präven­tion notwendig sind, zeigt die aktu­elle Studie „Cyber­life VI“ des Bünd­nisses gegen Cyber­mob­bing e. V., die am 13. Oktober 2026 veröf­fent­licht wurde: Mehr als jeder fünfte Schüler in Deutsch­land war bereits von Cyber­mob­bing betroffen – hoch­ge­rechnet rund 2,4 Millionen junge Menschen.

Genau an diesem Tag setzte die Klara-Oppen­heimer-Schule in Würz­burg mit dem Präven­ti­ons­pro­gramm „Wir alle gegen Mobbing und Gewalt im Netz“ ein wich­tiges Zeichen. Das vom Bündnis gegen Cyber­mob­bing e. V. entwi­ckelte und von der AOK Bayern finan­zierte Programm ist speziell auf beruf­liche Schulen zuge­schnitten und verfolgt einen ganz­heit­li­chen Ansatz, der Auszu­bil­dende, Lehr­kräfte, Eltern und Ausbil­dungs­be­triebe einbezieht.

Den Auftakt bildete am 12. Oktober eine Fort­bil­dung für Lehr­kräfte. Am darauf­fol­genden Tag beschäf­tigten sich rund 80 Schü­le­rinnen und Schüler unter­schied­li­cher Ausbil­dungs­be­rufe in inter­ak­tiven Work­shops mit den Ursa­chen und Folgen von Cyber­mob­bing, recht­li­chen Fragen und konkreten Hand­lungs­mög­lich­keiten. Sandra Betz, die das Projekt fach­kundig leitete, vermit­telte dabei nicht nur fundiertes Wissen, sondern regte auch dazu an, das eigene Verhalten im digi­talen Raum kritisch zu hinter­fragen. Die ersten Rück­mel­dungen der Jugend­li­chen fielen sehr positiv aus.

Auch poli­tisch gewinnt das Thema an Bedeu­tung: Die Bundes­re­gie­rung hat Anfang Oktober einen Gesetz­ent­wurf zum besseren Schutz vor digi­taler Gewalt beschlossen. Zudem wurden am 14. Oktober Eckpunkte für stren­gere Alters­be­schrän­kungen bei der Nutzung sozialer Netz­werke verabschiedet.

Am 20. Oktober 2026 um 18:30 Uhr rundet ein Online-Infor­ma­ti­ons­abend für Eltern und Ausbil­dungs­be­triebe das Präven­ti­ons­pro­jekt ab. Eine einjäh­rige HelpLine für akute Fälle sowie dauer­haft verfüg­bare Unter­richts­ma­te­ria­lien sollen darüber hinaus eine nach­hal­tige Wirkung gewährleisten.

Die Klara-Oppen­heimer-Schule verbindet mit dem Projekt ein klares Ziel: Empa­thie stärken, Zivil­cou­rage fördern und ein Bewusst­sein dafür schaffen, dass Respekt und Verant­wor­tung auch im digi­talen Raum unver­zichtbar sind. Denn erfolg­reiche Präven­tion endet nicht mit einem Work­shop – sie beginnt dort, wo Wissen zu verän­dertem Handeln führt.


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