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Chine­si­sche Studentin zu Gast in der Fach­aka­demie- das geht auch online

Das Fach Inter­kul­turelle Kompe­tenz können die Studie­renden der Fach­aka­demie für Ernäh­rungs- und Versor­gungs­ma­nage­ment im zweiten Weiter­bil­dungs­jahr als Wahl­fach belegen. Es bietet die Chance, sich mit unter­schied­li­chen Kulturen rund um den Globus ausein­an­der­zu­setzten. Dies wird in der Veran­stal­tungs- und Reini­gungs­brache immer wich­tiger, da hier immer mehr auslän­di­sche Mitar­beiter aus unter­schied­li­chen Kultur­kreisen aufein­ander treffenDurch ihre jewei­lige kultu­relle und sprach­liche Prägung bringen sie unter­schied­liche Sicht­weisen mit, was am Arbeits­platz immer wieder zu Konflikten führt 

Im Unter­richtsfach ”Inter­kul­tu­relle Kompe­tenz” geht es darum,  über den Teller­rand der eigenen kultu­rellen Prägung hinaus­zu­sehen und einen Perspek­ti­ven­wechsel vorzu­nehmen: was denken andere Menschen über meine Kultur, mein Auftreten, meine Sprech­weise usw. 

Um dieser Frage­stel­lung möglichst praxisnah nach­zu­gehen, laden wir Refe­renten aus aller Welt zu Vorträgen in den Unter­richt ein; die Orga­ni­sa­tion “Gren­zenlos (Berufs­schule welt­weit)” ist uns hierbei eine große Hilfe!

Im Rahmen einer Gren­zenlos-Lern­ko­ope­ra­tion war im Januar 2021 die Chinesin Jinyan Ma, derzeit Studentin an der Univer­sität Würz­burg, n unserem online-Unter­richt zu Gast.  Durch die Erzäh­lungen aus ihrer Heimat und von ihrer Familie gelang es ihr sehr schnell, die Studie­renden der Fach­aka­demie in ihren Bann zu ziehen. Inter­es­sant war auch aus erster Hand zu erfahren, welche Vorur­teile der Chinesen gegen­über den Deut­schen haben. Demnach tragen Deut­sche häufig Jack Wolfskin-Outfits, sind “blitz­sauber” und Profis in Sachen Maschi­nenbau, so Jinyan Ma.

Haupt­thema des  Vortrags waren die chine­si­schen Führungsstile. Jinyan Ma ging darauf ein, wie wichtig Harmonie und Respekt inner­halb der chine­si­schen Kultur auch am Arbeits­platz sind. Schnell stellten die Studie­renden fest, dass sich die in China prak­ti­zierten Führungs­stile stark von den in Deutsch­land bekannten unter­schieden. Ein Arbeits­zeit­mo­dell “9–9‑6” beispiels­weise, bei dem die Mitar­beiter von 09:00 Uhr morgens bis 09:00 Uhr abends 6 Tage pro Woche arbeiten müssen, ist in Deutsch­land kaum vorstellbar.

Der 90-minü­tige Einblick in die chine­si­sche Kultur und Arbeits­welt war für die Studie­renden der Fach­aka­demie ein biss­chen wie reisen durch die Welt. Alle waren sehr beein­druckt und freuen sich bereits auf den nächsten Gast, der im Laufe der nächsten Wochen virtu­elle “anreist”.